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News, 07.05.2014
Nutzung des Klimakillers Nr. 1 verringert sich
Absatz des Treibhausgases Schwefelhexafluorid in Deutschland stark gesunken
Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr erheblich weniger Schwefelhexafluorid, das als stärkstes Treibhaus und damit Klima-Killer Nr. 1 gilt, bezogen.
Größter Luftverpester bezogen auf das Treibhausgas Schwefelhexafluorid ist die Elektroindustrie.
Größter Luftverpester bezogen auf das Treibhausgas Schwefelhexafluorid ist die Elektroindustrie.

Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes setzte der Gase-Handel in Deutschland 2013 rund 813 Tonnen des Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) ab.  Das waren 282 Tonnen beziehungsweise 25,8 Prozent weniger als im Jahr 2012 und entspricht rund 18,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (Global Warming Potential, kurz GWP). Damit unterschritt die Klimawirksamkeit der 2013 in Deutschland abgesetzten SF6-Menge erstmals seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2006 die 20-Millionen-Tonnen-Marke. Zwei Jahre zuvor hatte der Handel noch rund 1.131 Tonnen Schwefelhexafluorid verkauft (2011: knapp 25,8 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente; 2012: 24,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente).

Schwefelhexafluorid nimmt auf die Erderwärmung so stark Einfluss wie kein anderes bekanntes Treibhausgas: Untersuchung zufolge befördert es in einem Zeithorizont von 100 Jahren den sogenannten Treibhausgaseffekt rund 23.000-fach so stark wie Kohlendioxid (CO2). Schwefelhexafluorid ist geruchlos, nicht brennbar, sehr reaktionsfähig und wird vor allem in der Produktion in der Elektronindustrie genutzt. Sie bezog 2013 von dem Klimakiller insgesamt rund 675 Tonnen (knapp 15,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente) und damit 83,0 Prozent der insgesamt in Deutschland abgesetzten Menge SF6. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent (2011: 960 Mio. Tonnen; rund 21,9 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente).

Zweitgrößter Schwefelhexafluorid-Bezieher waren 2013 Aluminium-Gießereien (41,2 Mio. Tonnen), gefolgt von der Halbleiterindustrie (30,6 Mio. Tonnen) und Wiederverkäufern (22,2 Mio. Tonnen). Von der in Deutschland bezogenen Menge Schwefelhexafluorid gelangte allerdings alles in die Atmosphäre, zu Teilen wurde das Treibhausgas auch in geschlossene Systeme gefüllt und damit (vorerst) nicht als Emissionen freigesetzt.
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