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60 Millionen Euro beim Händewaschen sparen

Energiesparcup-Unternehmen starten Aktionswoche rund ums Heizen / Sechs Tipps für Unternehmer und Angestellte zum Energiesparen im Büro
(PM) Berlin, 07.12.2015 - Kleine Maßnahme, große Wirkung: 870 Millionen Kilowattstunden Heizenergie und 60 Millionen Euro Heizkosten könnten jedes Jahr gespart werden, würden sich Deutschlands Büroangestellte die Hände mit kaltem statt mit warmem Wasser waschen. Das ist genauso hygienisch, spart aber Energie. Denn beim Händewaschen ist nicht die Wassertemperatur entscheidend – sondern die Hände 30 Sekunden mit Seife zu reinigen. Mit einer Aktionswoche „Heizenergie sparen im Büro“ machen die deutschen Teilnehmer des Energiesparcups ab sofort auf die vielen kleinen Sparmöglichkeiten am Arbeitsplatz aufmerksam. Eine Woche lang informieren die Unternehmen ihre Mitarbeiter rund um das Thema Heizenergie. An dem von der Europäischen Kommission geförderten Energiesparwettbewerb (www.energiesparcup.biz) beteiligen sich rund 150 kleine und mittlere Unternehmen aus ganz Europa.

„Unternehmer können selbst viel fürs Energiesparen tun. Aber entscheidend ist, dass sie auch ihre Mitarbeiter mit ins Boot holen. Denn allein durch einen aufmerksameren Umgang mit Energie lässt sich der Verbrauch in Büros um 15 Prozent senken“, erklärt Boris Demrovski, Projektleiter bei co2online. Dabei seien strenge Regeln oft fehl am Platze. „Viel besser ist es, Mitarbeiter gezielt zu informieren und zu motivieren. Und: Wenn durch die Mitarbeiter die Energiekosten sinken, sollten sie auch am Gewinn beteiligt werden.“

Jedes Jahr 17 Millionen Bäume pflanzen – oder die Hände kalt waschen

Rund 17 Millionen Büroangestellte gibt es in Deutschland. Wenn sich jeder von ihnen jeden Tag drei Mal die Hände mit warmem Wasser wäscht, entstehen dadurch rund 215.000 Tonnen CO2 im Jahr. Allein um eine Tonne CO2 zu kompensieren, müssen 80 Bäume gepflanzt werden. Das sind hochgerechnet rund 17 Millionen Bäume, um den CO2-Ausstoß durchs Händewaschen auszugleichen. Also ein Baum pro Büroarbeiter. Die Alternative: Die Hände kalt waschen – und am besten auch die anderen Tipps zum Energiesparen im Büro beachten.

Heizenergie sparen im Büro: Top-Tipps für Angestellte

- Auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten: Zwischen 20 und 22 Grad Celsius sollte die Temperatur im Büro liegen. Wenn es wärmer wird, sinkt nicht nur die Konzentration, auch die Energiekosten steigen. Wer sich in einem 200 Quadratmeter großen Büro mit seinen Kollegen auf „ein Grad weniger“ einigt, kann im Jahr bis zu 1.500 Kilowattstunden Heizenergie sparen. Das entspricht rund 100 Euro. Übrigens: Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen.

- Stoßlüften statt Fenster kippen: Stoßlüften ist effektiver, als die Fenster zu kippen. Bei gekippten Fenstern kommt kaum frische Luft in den Raum – aber die warme Luft des Heizkörpers zieht ungenutzt nach draußen und die Wände kühlen aus. Richtiges Lüften kann in einem 200-Quadratmeter-Büro bis zu 6.000 Kilowattstunden und 400 Euro Heizkosten im Jahr sparen.

- Thermostat richtig nutzen: Thermostate müssen nicht auf „Stufe 5“ gedreht werden, damit es schnell warm wird. Denn „Voll-Aufdrehen“ bedeutet nicht schneller Heizen, sondern länger – bis zur gewählten Zimmertemperatur. Stufe 3 entspricht bei einer Zentralheizung ca. 20 Grad Celsius, Stufe 5 etwa 28 Grad Celsius.

Heizenergie sparen im Büro: Top-Tipps für (Klein-)Unternehmer

- Mitarbeiter informieren und motivieren: Die Mitarbeiter können durch einen achtsamen Umgang mit Energie den Verbrauch im Büro enorm beeinflussen. Unternehmer sollten ihnen deshalb leicht umsetzbare Tipps geben – wie die Türen zu unbeheizten Räumen zu schließen. Eine gute Motivation für die Mitarbeiter ist, sie an den Einsparungen zu beteiligen.

- Heizanlage regelmäßig warten und optimal einstellen: Heizanlagen müssen regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden. Der Termin ist eine gute Möglichkeit, auch die Regelung der Anlage zu überprüfen. So lässt sich zum Beispiel mit gut eingestellten zentralen Heiz- und Absenkzeiten, viel Energie sparen.

- Monitoring des Heizenergieverbrauchs: Nur wer seinen Energieverbrauch kennt, kann auch das Einsparpotenzial abschätzen. Deshalb sollte der Heizenergieverbrauch regelmäßig mit Monitoring-Tools wie dem Energiesparkonto (www.energiesparkonto.de) notiert werden.

Hinweis an die Redaktionen: Dem Rechenbeispiel liegt ein Gaspreis von 6,81 Cent/Kilowattstunde zugrunde.
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