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2,8 Prozent mehr Lohn für die Deutschen

Hewitt-Studie zur weltweiten Gehaltsentwicklung 2011 zeigt ver-haltenes Wachstum
(PM) München, 06.09.2010 - Deutsche Unternehmen erhöhen die Gehälter im kommenden Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 2,8 Prozent. Das ergab die aktuelle Hewitt-Studie „Global Salary Increase Survey 2010-2011“ zur weltweiten Gehaltsentwicklung, die in über 50 Ländern durchgeführt wurde. 2010 werden die Gehälter im Schnitt um 2,5 Prozent steigen – genau wie die Vorjahresstudie bereits prognostiziert hatte. Nullrunden wird es dieses Jahr wahrscheinlich kaum geben: Nur etwa fünf Prozent der Unternehmen werden die Gehälter wohl konstant halten. 2009 verfolgten noch 35 Prozent der Befragten diese Strategie. Konkrete Pläne für 2011 gibt es allerdings noch nicht. „Die Zahlen spiegeln die generell unsichere Stimmung im Land wider“, erklärt Marco Reiners, Leiter des Bereichs Vergütung der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates. „Zum einen sieht man einen teils beachtlichen Aufwärtstrend in den Umsatz- und Gewinnprognosen der Unternehmen, zum anderen sind Firmen und Menschen aber unsicher, ob sich dieser Trend hält oder nur ein kurzes Strohfeuer darstellt.“

Dagegen zeigt sich, dass Unternehmen den Karrierewünschen ihrer Mitarbeiter wieder verstärkt entgegen kommen. In der Krise reduzierten noch knapp ein Drittel der Unternehmen die Zahl der Beförderungen – ein Trend, der nun fast aufgehoben scheint. Das trägt der Entwicklung Rechnung, dass vor allem qualifizierte Mitarbeiter wieder nach den besten Jobangeboten für sich suchen. Die krisenbedingte Schockstarre, in der Arbeitskräfte aus Angst vor Arbeitslosigkeit auch an ungeliebten Jobs festhielten, ist vorbei. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter und ihre Motivation müssen daher wieder verstärkt im Vordergrund stehen – auch im Hinblick auf den schärfer werdenden Fachkräftemangel. „Die Mitarbeitervergütung ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren, um benötigte Top-Talente zu halten oder zu gewinnen. Das hat sich auch in den letzten zwei Jahren gezeigt. Dazu hatten Unternehmen unter anderem gezielt Gehaltserhöhungsbudgets für diese Mitarbeitergruppe vorgehalten oder gebildet. Es wird aber auch deutlich, dass das Gesamtvergütungspaket, in dem freiwillige betriebliche Nebenleistungen enthalten sind, deutlich an Bedeutung in der Gestaltung und der Kommunikation gewinnen wird, denn hier stehen hohe Kosten oft geringer Wertschätzung gegenüber“, so Marco Reiners. Nur etwa fünf Prozent der Unternehmen planen aktuell Einsparungen bei der Vergütung.

Spezialisten legen am meisten zu
Die höchsten Gehaltszuwächse in deutschen Unternehmen dürfen 2011 die Spezialisten erwarten. Hier werden die Löhne im Schnitt um 2,8 Prozent zulegen, dicht gefolgt vom Top-Management und dem mittleren Management, die im kommenden Jahr mit 2,7 Prozent mehr Gehalt rechnen können. Auch auf der Ebene der Sachbearbeiter sind durchschnittliche Gehaltssteigerungen von 2,7 Prozent möglich. Den größten Zuwachs dürfen allerdings Lohnempfänger erwarten: Müssen sie sich 2010 noch mit Erhöhungen von nur 2,0 Prozent zufriedengeben, werden die Löhne 2011 im Schnitt voraussichtlich um 2,7 Prozent steigen.

Vergleich: Gehaltssteigerungen im deutschsprachigen Raum
Im deutschsprachigen Raum hat Deutschland mit einer hierarchieübergreifenden Steigerungsquote von 2,8 Prozent die Nase vorn. Österreich liegt mit 2,7 Prozent in der Mitte, während die Schweiz mit erwarteten Lohnzuwächsen von 2,4 Prozent das Schlusslicht bildet. In allen drei Ländern stellt ein Drittel der befragten Unternehmen bereits wieder neue Mitarbeiter ein oder plant neue Einstellungen für 2011. Im letzten Jahr ging noch fast die Hälfte der Unternehmen von Mitarbeiterentlassungen aus.

Global Salary Increase Survey
Die jährlich durchgeführte Studie liefert Informationen über die Gehaltserhöhung in über 50 Ländern und analysiert die Vergütungspraktiken von mehr als 5.000 Unternehmen. In Deutschland haben sich 162 Unternehmen an der Studie beteiligt. Der Report prognostiziert die aktuellen Erhöhungen, die erwarteten Steigerungsraten für das kommende Jahr und detaillierte Auswertungen, je nach Hierarchiestufe, Branche, Unternehmensgröße und Land.
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