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135 Jahre Schiesser - Ein Blick zurück

In diesem Jahr feiert die Unterwäschemarke Schiesser ihr 135 jähriges Bestehen. Grund genug für einen Rückblick in die Unternehmenshistorie:
(PM) Thalheim, 20.03.2010 - Im Jahre 1875 mietet der 27-jahrige Fabrikant Jacques Schiesser in Radolfzell am Bodensee den Tanzsaal im noch bestehenden "Gasthaus Schwert" an und beginnt mit seiner Frau Malwine die Herstellung von Trikotagen.

In den Jahren 1876 bis 1880 wird eine "Fabrik für Trikotweberei und Färberei" in Radolfzell gebaut. Die Belegschaft wächst auf 280 Mitarbeiter an. Es beginnt die Erschließung von Exportmärkten im vorderen Orient, Indien, China und in Japan.

Zwischen 1880-1896 expandiert Schiesser durch die Gründung von Filialen in Stockach (1890), Bukarest (1894) und Engen (1896). Die Mitarbeiterzahl steigt auf 600 an. Darunter auch Gastarbeiterinnen aus Italien, da qualifizierte Arbeitskräfte in Deutschland knapp wurden.

1900 anlässlich der Pariser Weltausstellung erhält Jacques Schiesser den "Grand Prix" für Innovation der patentamtlich geschützten Spezialitäten des Hauses wie "Flechttrikot", "Damasttrikot", "Abhärtungswäsche aus Ramieleinen" und "Längsstreifen-Trikotagen".

Die Tagesproduktion des Unternehmens beläuft sich auf 12000 Stück. Dies entspricht zum damailigen Zeitpunkt rund 80% der Produktion des weltweiten Exportmarktes.

SCHIESSER beschäftigt um 1900 annähernd 1000 Mitarbeiter, darüber hinaus über 300 Heimarbeiterinnen. Das Unternehmen verfügt über eigene Bleicherei, Färberei und Appretur. In der Radolfzeller Johannisstraße wird ein vierstöckiges Firmengebäude erbaut.

Während des 1. Weltkriegs stellt die Firma Schiesser seine Produktion situationsbedingt auf Heeresbedarf um und wird durch den Krieg von den Exportmärkten abgeschnitten. Aufgrund der problembehafteten Rohstoffbeschaffung werden Versuche unternommen, Gewebe und Gewirke aus Brennnesselfasern und Papiergarnen herzustellen.

Zum Ende des 1. Weltkrieges 1918 schrumpft die Belegschaft auf 360.

1922 endet die Durststrecke: Schiesser kann wieder 800 Angestellten einen Arbeitsplatz bieten.

Aufgrund Inflation und Weltwirtschaftskrise müssen im Jahre 1923 Teile des Unternehmens geschlossen werden. Die Mitarbeiterzahl sinkt auf 500.

1929 muss auf Kurzarbeit umgestellt werden, aus Mangel an Aufträgen sind weitere Entlassungen unvermeidlich.

1930-1931 werden die Zweigniederlassungen in Engen und Stockach stillgelegt.

Kurz vor dem Zusammenbruch des Unternehmens im Jahre 1932 kommt Hilfe aus der Schweiz. Ein mühsamer Wiederaufbau beginnt.

1933 erlebt Schiesser einen wirtschaftlichen Aufschwung, welcher den Anstieg der Belegschaft auf 600 Mitarbeiter mit sich bringt. Im Zuge des Aufschwunges wird die Radolfzeller Kinderwäschefabrik, die "Leibchenfabrik", übernommen.

Im Zuge des 2. Weltkrieges wächst die Belegschaft auf 1100 Mitarbeiter an. Der Verlauf des Kriegsgeschehens bringt einschneidende Umstellungen, Notprogramme und schließlich Kriegsfertigungen. Die etablierte "Schiesser-Mode" fällt dem Krieg zum Opfer.

In den Nachkriegsjahren kommt es fast zum Produktionsstopp aufgrund von Rohstoffmangel. Die Mitarbeiterzahl schrumpft auf 500. Das durch Bomben beschädigte Werk in Stockauch wird wiederaufgebaut... mit 160 Tonnen Schrott in Form von alten Nähmaschinen.

Im Jahre 1950 beginnt ein Boom: Die Jahresproduktion beläuft sich auf 2,7 Mio. Stück Trikotwaren mit einem Jahresumsatz von nahezu 13 Mio. DM. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter. In Engen wird ein neues Werk eingerichtet, in Mimmenhausen und Rielasingen werden Filialen gegründet.

1962 wird eine weitere Filiale in Neustadt im Schwarzwald eröffnet. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von neuen Produktionsstätten in der Schweiz und Griechenland.

1971 wagt SCHIESSER den Sprung in die Gesamtbekleidung: Nach dem Erwerb der Unternehmen Standop GmbH, sowie der Hudson-Textil Werke avanciert die Marke zum Marktführer im Bereich der bedruckten Maschenstoffe.

1975 – Hundertjähriges Bestehen
Das Unternehmen kann auf 14 Jahre ununterbrochene Expansion zurück blicken. Die SCHlESSER AG produziert 38 Mio. Wäschestücke im Jahr und erreicht einen Jahresumsatz von 437 Mio. DM. Das Unternehmen gliedert das Außendienstnetz neu, legt verstärkten Wert auf den Endver­braucher und entwickelt sich zu einem Marketing- und Vertriebsunternehmen.

Anfang der 1990er Jahre
Durch die wirtschaftlichen Folgen der deutschen Einheit und die damit verbundene Erschließung neuer Märkte, begann ein Umsatzwachstum auf 555 Mio. DM. Diese Präsenz breitete sich bis heute auf über 30 Länder aus.

Heute konzentriert sich die Zentrale am Bodensee mehr und mehr auf Marketing- und Vertriebs­aktivitäten sowie Produktentwicklung und Innovationen und sorgt für traditionelle Nähe zu den Märkten. Als Marktführer der deutschen Wäschespezialisten zählt das Unternehmen über 6500 Händler zu seinen Kunden.

Trotz des im Jahre 2009 angemeldeten Insolvenzverfahrens kann das Unternehmen auf eine gute Geschäftsentwicklung in der Insolvenz zurückblicken. Der Verkauf der Marke steht unmittelbar bevor.
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Die Firma OHB Thalheim e.K. hat sich auf den Handel im Internet spezialisiert und betreibt u.a. einen Onlineshop für Schiesser Unterwäsche unter der Domain underwear-shopping.de.
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